Strelitzias Geschichte


Strizi hat nach wie vor große Lebensfreude und ist eine echte Kämpfernatur. Sie hat weiterhin
zugenommen und wiegt heute am 03.02.2007 über 3 kg. Sie ist zum Glück wieder so gut hergestellt,
daß man kaum mehr einen Unterschied zu den anderen Katzen sieht. Kaum mehr deshalb - sie hat einen
Schaden an der Motorik behalten und wackelt etwas mit dem Hinterteil beim gehen. Außerdem kann sie
nicht klettern, sie klettert deshalb nicht wie die anderen Katzen auf einen Kratzbaum. Sie spielt
und tollt nach wie vor durch die Wohnung und sitzt nun regelmäßig im/auf dem Kratzbaum. Unglaublich
wenn man gesehen hat in welchem Zustand sich diese Maus befand.

Mitte November 2005 fand sich eine nette Familie die Strelitzia und ihre Schwester Usambara im Alter
von 5 Monaten adoptierten. Anfang März 2006 erhielt ich dann einen Anruf dieser Familie, daß Strizi
hinten weggeknickt und ein Stück die Treppe runtergefallen ist. Da sie nicht mehr laufen konnte und
nur noch in Seitenlage war hat man sie am nächsten Tag sofort in eine Tierklinik im Münchner Süden
gebracht. Dort hat man lediglich versucht eine Diagnose zu stellen, jedoch keinerlei Behandlung
eingeleitet, dafür eine Rechnung über 300 Euro gestellt. Als Strizi am nächsten Tag nur noch eine
Temperatur von 34,7 Grad hatte, sah ich sie schon verloren. Die dort behandelnde Ärztin wollte sie
auch gleich "von ihrem Leiden" erlösen, statt sie zu behandeln. Die Tierklinik konnte sie
jedoch stabilisieren und so wurde sie von meinem Tierarzt, Dr. Schwarz in Schwabing, weiterbehandelt
und von mir persönlich in meiner Wohnung umsorgt und gepflegt. Das Blutbild ergab keinerlei negative
Informationen und so wurde Strizi auf einen bakteriellen Infekt der die Gehirnhaut angegriffen hat mit
Chloramphenicol - Antibiotika behandelt. Die Besserung setzte 2 Tage später ein, wobei durch das
Antibiotika auch die Magen- und Darmschleimhaut angegriffen/zerstört wurde und Strizi dadurch einen
lebensbedrohlichen Rückschlag erlitt. Sie nahm auf 1740 Gramm ab, konnte abermals nicht mehr laufen
und fraß auch 1 Woche lang nicht. Ich mußte sie in dieser Zeit mit der Hand zwangsernähren und 3 mal
am Tag baden, da sie ja auch nicht selbstständig aufs Katzenkistchen ging und immer unter sich machte
und dann in ihrer Notdurft lag. Hinzu kam daß sie jede Mahlzeit wieder erbrach, sodaß ich sie hier
vor jeder Mahlzeit mit MCP spritzen mußte.

Tja, die anfangs so nette Familie wollte nun nicht mehr weiter die Verantwortung für "ihr"
Tier übernehmen. Ich habe Strizi gemäß Kaufvertrag zurückerworben.
Nähere Einzelheiten hierzu erspare ich mir !
Mir bleibt an dieser Stelle nur zu hoffen, nachdem sie mir die Schwester - Usambara - nicht
zurückverkaufen wollen, daß diese niemals krank wird und nie in eine Situation kommt von der
netten Tierärztin gleich "erlöst" zu werden. Solche Menschen sind wahrscheinlich aufgrund
ihrer Gefühlskälte und Egoismuses nicht in der Lage für ein Lebewesen entsprechend zu sorgen und
sollten dies zugunsten der armen Tiere besser lassen.